Wellness - Ernährung - Umwelt
Sie sind hier: Startseite » Unser Thema » Wir im Heute » Funk, W-Lan und Co.

Was ist eigentlich Elektrosmog?

Jede Leitung, die unter Spannung steht, erzeugt ein elektrisches Feld. Fließt durch diese Leitung Strom, entsteht ein zusätzliches magnetisches Feld. Diese elektromagnetischen Felder sind auch für Funkwellen relevant. Fernsehen, Radio, Mobilfunk, W-LAN aber auch Radaranlagen erzeugen ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld. Das nennt man Elektrosmog.
Elektrosmog hat eine hohe Feldstärke, die sich sehr ungleichmäßig verteilt. Es gibt immer mehr Menschen, die behaupten, die Funkstrahlung löst gesundheitliche Probleme aus.
Über die Langzeitwirkungen der Strahlung von Funkanlagen ist noch viel zu wenig bekannt. Sogar das EU-Parlament hält die derzeitigen Grenzwerte nicht mehr für ausreichend.

Mensch, Tier, Mobilfunk

Studien zeigen, dass die Mobilfunkstrahlung nicht nur dem Menschen, sondern auch Pflanzen und Tieren schadet. Beim Menschen nachgewiesene gesundheitliche Schäden können u. a. Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Erschöpfungszustände sein. Es gibt Untersuchungen die auf eine Störungen des vegetativen Nervensystems sowie eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke hinweisen, was eventuell dazu führen könnte, dass Umweltschadstoffe direkt ins Gehirn gelangen können. Es besteht der Verdacht das Mobilfunkstrahlung an der Entstehung von Hirntumoren beteiligt ist. Die Schädigung von Spermien wurde in mehreren Untersuchungen nachgewiesen.Tiere wie Bienen, Brieftauben oder Fledermäuse können durch künstlich erzeugte elektromagnetische Felder teilweise ihre Orientierung verlieren.

In Deutschland gibt es derzeit rund 260.000 große Mobilfunk-Sendeanlagen, zirka zwei Millionen kleinere Sendeanlagen, rund 50 Millionen häusliche Sender wie WLAN, schnurlose Telefone und Anlagen zur Daten- und Videoübertragung sowie rund 100 Millionen Mobiltelefone (Stand 2009). Viele Geräte überschreiten die Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV), dazu gehören auch als “strahlungsarm” angebotene sogenannte DECT-Telefone. Mobiltelefone überschreiten diese Grenzwerte um bis zum Zehnfachen.

Grenzwerte im Mobilfunk (gepulste Strahlung)
Die "offiziellen" Grenzwerte der 26. Bundesimmissionschutzverordnung (BImSchV) sind frequenzabhängig:

Typ Elektrische Feldstärke
Magnetische Feldstärke
Leistungsflussdichte
GSM-900 41 V/m
1,11 A/m
4.500.000 mW/m2 (4,5 W/m2)
GSM-1800 58 V/m
1,57 A/m
9.000.000 mW/m2 (9 W/m2)
UMTS 61 V/m
1,65 A/m
10.000.000 mW/m2 (10 W/m2)

Grenzwert-Vorschläge von anderen Institutionen für GSM-900:
Schweizer" Grenzwert 45.000 mW/m2
Ecolog-Institut 10.000 mW/m2
Bundes-Ärztekammer 1.000 mW/m2
Bund Naturschutz 500 mW/m2
Katalyse-Institut Köln 10 mW/m2