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Inhaltsstoffe Pflege und Kosmetik

Auch über die Haut, unser größtes Organ, können wir Schadstoffe absorbieren. Nun wird sich niemand wissentlich irgendwelche Schadstoffe auf die Haut bringen, allerdings ist uns allen oftmals gar nicht bewußt, mit welchen Stoffen wir täglich in Kontakt kommen.

Hier eine kurze Übersicht über einige Stoffe, die über Hygiene-, Pflege- und Kosmetikprodukte mit unserer Haut in Kontakt kommen:

Formaldehyd
Imidazolidinyl-Urea und DNDM Hydantoin sind Formaldehydabspalter, enthalten in manchen Pflegemitteln für Haut und Haar. Es ist bekannt, dass sie Allergien und anderes begünstigen können. Formaldehyd selbst ist verboten, aber abgewandelte Produkte werden als Konservierungsstoffe oder Desinfektionsmittel in Shampoos, Nagellack oder Nagelhärter eingesetzt. Die amerikanische EPA stuft es als "wahrscheinlich krebserregend" ein. Manchmal findet sich Formaldehyd auch als möglicher Bestandteil anderer Inhaltsstoffe, z.B. Hydantoin oder Sodium Lauryl Sulfat (sls). Auch unter der Bezeichnung Formalin oder die Buchstaben mdm, dm, dmdm, dmhf, demd vor der Bezeichnung können sich Formaldehyd-Freisetzer finden lassen.

Steinkohlenteer
Er wird als Grundstoff für Haarfärbemittel und Anti-Schuppenshampoos verwendet. Der Stoff wird unter FD&C- oder D&C-Nummern auf dem Etikett aufgelistet.

Blei
Einige langsam wirkende Haarfärbemittel enthalten große Mengen Blei, ein bekanntes Karzinogen, dass sehr leicht von der Haut absorbiert wird und sich in den Knochen ablagern kann.

Petrolatum
Dabei handelt es sich um eine salbenartige Kohlenwasserstoffmischung, auch bekannt unter Vaseline, Petroleumgelee, mineral oil, cera microcristallina, ceresin, silicone quaternium, ozokerit oder Paraffin. Es kann den Körper an natürlichen Entgiftungsprozessen hindern, Lichtempfindlichkeit erzeugen und der Haut die körpereigenen Öle entziehen, was zu diversen Hautstörungen führen kann.

Talkum
Ein relativ bekannter Stoff, der in Gesichts- und Körperpuder eingesetzt wird. Talkum steht in Verdacht bestimmte Krebsarten zu fördern, wenn es in bestimmten Körperbereichen angewendet wird.

Sodium Lauryl Sulfat
SLS ist in Shampoos, Haarspülungen, Zahnpasta und vielen Körperreinigungslösungen enthalten. Es ist ein starkes Reinigungsmittel und wird auch zur Entfettung von Maschinen verwendet. Es kann zu Reizungen und Hautschäden führen. In Verbindung mit anderen Inhaltsstoffen steht es in Verdacht Nitrosamine zu bilden.

Padimat-0
Auch unter dem Namen Octyl Demethyl oder PABA ein Zusatzstoff der in Sonnenschutzcremes enthalten sein kann. Hier besteht die Vermutung, das die Entstehung Freier Radikaler gefördert werden kann.

PEGs (Polyethylenglycole)
Sie treten fast in allen Cremes, Duschgels, Aftershaves auf. Dabei handelt es sich um Emulgatoren, die im Prinzip nicht giftig sind, aber die Haut kann poröser und aufnahmefähiger werden. Kommen dann andere Chemikalien hinzu, kann deren Aufnahme gefördert werden.

Isopropyl
Oder auch Alkohol, ist ein Lösungsmittel und ein Denaturiere, was bedeutet, dass es die Struktur anderer Chemikalien modifizieren kann. Es findet sich in Haartönungen, Körpercremes, Handlotionen, Aftershaves und Duftstoffen.

Silikon
Inzwischen gibt es in der herkömmlichen Kosmetik fast nichts mehr, in dem es nicht vorhanden wäre: Silikon, ein vollsynthetischer Stoff aus dem Chemielabor. Hergestellt wird es mit umweltgiftigem, chloriertem Kohlenwasserstoff. Und da liegt auch das Problem, Silikon ist nicht biologisch abbaubar. Silikon wird von der Kosmetikindustrie gern als Weichmacher eingesetzt, beispielsweise in Haarshampoos, - spülungen oder Cremes. Es soll das Gefühl zarter Haut vermitteln; bei wiederholter Anwendung legt sich Silikon wie ein feiner Film auf die Haut und kann sie dadurch regelrecht versiegeln. Der Austausch von Nährstoffen wird dadurch erschwert. Es ist ähnlich, als wenn Sie ihre Haut fest in Plastikfolie einwickeln. Die häufigsten Synonyme für Silikon sind Dimethicone, Methicone oder Polysiloxane.

Duftstoffe
Sie finden sich in vielen Pflege- und Kosmetikprodukten und werden meist auf Petroleumbasis hergestellt. Auch hier kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.

Farbstoffe
Chemisch hergestellt finden sie sich in vielen Produkten und sind oftmals nicht ganz unproblematisch.

Die obige Liste ist keinesfalls vollständig, sie soll nur Bewußtsein wecken. Manche Zusammenhänge sind schon lange bekannt, so z.B. der Zusammenhang zwischen Haartönungen oder Haarfarbe und Brustkrebs.
Während diese Chemikalien auf die Kopfhaut einwirken können, meist fast eine halbe Stunde lang, kann die Haut sie aufnehmen. Regelmäßig angewendet kann dadurch eine Menge Chemie in den Organismus gelangen. Bereits in den späten 1970er Jahren wurde ein Zusammenhang mit Krebserkrankungen nachgewiesen. Nach 1980 wurde in einer Studie, die gemeinsam von der American Cancer Society und der FDA (Federal Drug Administration) finanziert wurde, entdeckt, dass Benutzerinnen von Haarfärbemitteln viermal so häufig seltene Krebsformen bekamen, wie andere. Diese Studie bestätigt auch die Vermutung, dass intensive Farben wie Schwarz, Dunkelbraun oder Rot das Krebsrisiko bei langer Anwendung erhöhen können.

Recherchieren Sie doch mal selbst - schauen Sie doch mal nach, was in ihrer Reinigungsmilch, Gesichtscreme, Sonnencreme, Aftershave, Shampoo, Lotion, Zahncreme oder Deodorant so alles enthalten ist - und was der jeweilige Stoff bewirkt. Die langen Zutatenlisten (nur selten in deutscher Sprache) zeigen auch nicht, ob die einzelnen Kombinationen überhaupt oder ausreichend erforscht sind.