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Schwermetalle im Alltag

Schwermetalle nehmen wir alle jeden Tag auf - mit der Nahrung, durch die Luft und durch das Wasser.
Mit der Bezeichnung Schwermetalle wird willkürlich eine Gruppe von Metallen zusammengefasst. Durch das Fehlen einer eindeutigen, wissenschaftlich akzeptierten Definition des Begriffes „Schwermetall“, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen in der Literatur.
Die meisten Schwermetalle haben im menschlichen Organismus nichts zu suchen. Einige jedoch benötigen wir in Spuren - dazu gehören: Chrom, Eisen, Cobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Nickel, Vanadium und Zink. Manche Wissenschaftler zählen auch Zinn zu den wichtigen Spurenelementen.
Chronische Schwermetallbelastungen gelten im Allgemeinen als Auslöser oder "Verschlimmerer" von chronischen Krankheiten. Schon lange forscht die Wissenschaft auf diesem Gebiet, so zeigt schon eine Untersuchung aus dem Jahre 1886 einen vermuteten Zusammenhang zwischen einer Bleibelastung und einem hohen Blutdruck. Zu den Schwermetallen zählen u.a.:

Blei

Blei besitzt eine sich steigernde Wirkung und kann, bei der Aufnahme durch Nahrung und Atemluft, schon in geringen Spuren als chronisches Gift wirken. Man geht davon aus, dass jeder Europäer pro Tag mit Wasser, Luft und Nahrung durchschnittlich 200 Mikrogramm Blei aufnimmt. Blei, was nicht gleich wieder ausgeschieden wird, kann sich lange Zeit in Knochen, Zähnen und im Gehirn anreichern, und beeinträchtigt die Funktionsfähigkeit des Nervensystems (man rechnet dabei mit einer Halbwertszeit von 20 bis 30 Jahren - Halbwertszeit bedeutet die Zeit, nach der die Hälfte der Atome zerfallen ist). Besonders Kinder sind gefährdet, sie zeigen oft Intelligenz-, Lern- und Konzentrationsstörungen. Auch die Immunabwehr kommt bei Bleivergiftungen zu Schaden, daraus folgt eine erhöhte Infektanfälligkeit. Das meiste Blei lagern die Knochen ein, was in Zeiten erhöhten Knochenumbaus (z.B. während der Wechseljahre) dazu führen kann, das eingelagertes Blei freigesetzt wird und zu gesundheitlichen Problemen führt.

Quecksilber

Quecksilber wird als Quecksilberdampf über die Lunge in den Körper aufgenommen. Es reizt die Atem- und Verdauungswege, kann zu Erbrechen mit Bauchschmerzen führen, auch kann es Schäden an Nieren und am Zentralnervensystem hervorrufen. Quecksilber wird als Füllung für Thermometer und Barometer verwendet, außerdem in Quecksilberdampflampen, Neonröhren, Katalysatoren und Spezialbatterien. Quecksilberverbindungen werden auch als Fungizide, Insektizide und als Beizmittel für Saatgut eingesetzt. In der Nahrungskette weisen Meeresfische eine teils hohe Belastung auf.
Das meiste Quecksilber nehmen wir wohl aus den ungeliebten Amalgam-Zahnplomben auf, obwohl manche Wissenschaftler das fehement bestreiten. Dabei gibt es bereits viele Berichte, dass nach einer Zahnsanierung verschiedenartigste Beschwerden verschwanden.
Im Jahr 2001 untersuchten mehrere renommierte Forschungsinstitute (Frankreich, Spanien, Italien, Slowenien und Russland) die Frage, ob bereits geringe Quecksilberbelastungen schädlich für den menschlichen Organismus sein können. Sie kamen nach der Auswertung von über 7000 Befunden zu einer eindeutig bejahenden Antwort.

Cadmium

Cadmium und seine Verbindungen sind bereits in geringen Konzentrationen giftig. Im Tierversuch hat es sich als krebserzeugend erwiesen und ist Erbgut- und Fruchtschädigend.
Auch dieses, nicht essentielle Element, weist der menschliche Körper in geringen Konzentrationen auf, ohne das bisher ein Zusammenhang zwischen Körpersubstanzen und Cadmium festgestellt werden konnte. Die orale Aufnahme von löslichen Cadmium-Salzen kann Erbrechen und Störungen im Verdauungstrakt, Leberschädigungen und Krämpfe verursachen. Die Inhalation von Cadmium-Dämpfen ruft Reizungen der Atemwege und Kopfschmerzen hervor.
Chronische Vergiftungen äußern sich durch den Ausfall oder die Verminderung des Geruchsvermögens (z.B. bei Rauchern, die durch den Tabakrauch verstärkt Cadmium aufnehmen), Gelbfärbung der Zahnhälse, Blutarmut und Wirbelschmerzen, in fortgeschrittenem Stadium durch Knochenmarkschädigungen und Osteoporose. Mit der Nahrung nimmt der Mensch täglich etwa 0,01 mg bis 0,035 mg Cadmium auf. Laut WHO liegt der kritische Grenzwert bei 0,01 mg pro kg Körpermasse. Die biologische Halbwertszeit beim Menschen beträgt etwa 10 bis 35 Jahre.

Kupfer

Kupferverbindungen verursachen beim Verschlucken Schwäche, Erbrechen und Entzündungen im Verdauungstrakt. In kleineren Mengen kann Kupfer allergische Reaktionen auslösen. In Spuren ist es für den menschlichen Organismus wichtig. Akute Vergiftungen sind beim Menschen selten, da zwangsläufig Erbrechen ausgelöst wird. Für Säuglinge stellen erhöhte Konzentrationen im Trinkwasser (Kupfer-Wasserleitungen) eine Gefahr dar. Kupfer im Abfall von Verbrennungsanlagen begünstigt als Katalysator die Entstehung stark giftiger polychlorierter Dioxine und Furane.

Als E141 sind Kupferkomplexe der Chlorophylle bezeichnet. Dabei dient Kupfer als Stabilisator für Chlorophyll, welches als grüner Farbstoff in Likören, Kaugummi, Speiseeis und Süßwaren vorkommt.

Fazit

Viele Stoffe gelten in der gesundheitlichen Bewertung als unbedenklich; so berechnet man den Bleigehalt im Wasser und sagt, er sei gesundheitlich noch vertretbar, Blei und Cadmium im Gemüse wird bis zu bestimmten Grenzen auch als tolerierbar ausgegeben, der Nickelgehalt in Schokolade ist gesundheitlich nicht zu beanstanden und man kennt auch den Aluminiumgehalt in Zahnpasta oder Medikamenten und sagt, das sei kein Gesundheitsrisiko, auch sei Fisch - zumindestens in Deutschland - unbedenklich, weil dort die Grenzwerte für Quecksilber eingehalten werden.
Aber was geschieht, wenn z.B. ein Mensch mit Amalgamfüllungen in den Zähnen Wasser trinkt, das eine Bleibelastung aufweist, wenn er belastetes Gemüse zu belastetem Fisch ist, sich die Zähne mit aluminiumhaltiger Zahncreme putzt, oder Deodorant benutzt das Aluminium enthält ? Kann das ganze sich "zusammentun" und eventuell doch der Gesundheit schaden?