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Zusatzstoffe und Nichtzusatzstoffe

Durch die industrielle Herstellung eines Teils unserer Nahrungsmittel kommen wir heute in Kontakt mit vielen Substanzen, die natürlicherweise nicht in der Nahrung vorkommen.
Verständlich, dass ein Hersteller dafür Sorge tragen möchte, dass sich seine Produkte möglichst lange halten; um das zu erreichen benötigt er z.B. Konservierungsstoffe. Und welcher Art diese Stoffe sind, ist häufig eine Kostenfrage.
Durch die heutige Verbraucher-Mentalität, möglichst preiswert einzukaufen, fühlen sich manche Hersteller zu immer preiswerteren Produktionsverfahren gezwungen.

Dadurch ist heute eine enorme Menge an Zusatzstoffen erlaubt, deren Zusammenspiel im Einzelnen wohl kaum erforscht ist. Nachfolgend eine kleine Zusammenstellung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Antioxidationsmittel
  • Backtriebmittel
  • Emulgatoren
  • Farbstoffe
  • Feuchthaltemittel
  • Geliermittel
  • Geschmacksverstärker
  • Konservierungsmittel
  • Säuerungsmittel
  • Säureregulatoren
  • Schaumverhüter
  • Schmelzsalze
  • Stabilisatoren
  • Süßungsmittel
  • Trägerstoffe
  • Treibgas
  • Trennmittel
  • Verdickungsmittel

Nicht-Zusatzstoffe

Neben den Zusatzstoffen gibt es noch technische Hilfsstoffe, die nach Gebrauch wieder aus dem Produkt entfernt werden. Diese Stoffe werden z.B. für Prozesse wie Schneiden, Filtrieren oder Stoffumwandlungen gebraucht. Im fertigen Endprodukt können sie aber auch in Spuren vorhanden sein.
Technische Hilfsstoffe müssen weder zugelassen, noch in der Zutatenliste vermerkt werden.

Rechtlich gesehen sind Zusatzstoffe dann erlaubt, wenn sie gesundheitlich unbedenklich und ihre Verwendung technisch erforderlich ist. Aber sind sie wirklich alle unbedenklich? Dazu erklärt Dr. Hermann Kruse vom Institut für Toxilogie: "Aus toxikologischer Sicht gibt es drei Gruppen, bei denen wir misstrauisch sind. Das sind die Farbstoffe, speziell die Azofarbstoffe, die Konservierungsstoffe und die Süßstoffe."

Azofarbstoffe wie Tartrazin (E102), Gelborange (E110) oder Azurubin (E122), Amaranth (E123) und Cochenillerot A (E124) als synthetisch hergestellte Farbstoffe, können bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen, das von anderer Seite häufig behauptete Risiko als krebsauslösender Stoff, wird von offizieller Seite bestritten.

Bei Konservierungsstoffen gibt es einige Substanzen, die Allergien auslösen können, antibiotisch wirken, schwach östrogene Wirkung haben oder sogar bei Tieren Tumore auslösen können. Dazu gehören PHB-Ester-Verbindungen (E214 - E218), Natamycin (E235), das bei der Behandlung der Oberfläche bestimmter Käse- und Wurstsorten eingesetzt wird und die Propionsäure (E280 - E283), die vor allem in abgepacktem Schnittbrot Einsatz findet. Gerade dieser Stoff war in Deutschland lange verboten und wurde im Zuge der EU-Harmonisierung wieder zugelassen.