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Chrom VI

Wenn wir an Schadstoffe denken, dann kommen oft Begriffe wie CO², Pestizide oder ähnliches ins Gespräch. Wenn wir dann eher nebenher erfahren, das auch unsere Schuhe durchaus in diese Kategorie gezählt werden könnten, dann können wir das gar nicht so ganz verstehen.

95 Prozent aller herkömmlichen Schuhe sind heutzutage aus chromgegerbtem Leder. Und dieses Chrom steht in Verdacht krebserregend und allergieauslösend zu sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, Lederwaren des täglichen Bedarfs zu verbieten, wenn sich darin Chrom VI nachweisen lässt. Allerdings ist das bisher nicht umgesetzt worden.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat einige (ca. 70) Lederwaren (Hosen, Hemden, Schuhe u.ä.) auf ihren Chrom VI Gehalt untersucht. Bei Hosen, Hemden, Wäsche etc. waren 30% belastet, bei Schuhen nur 20%.

Auswirkungen von Chrom

Chrom kann über die Atemwege, Nahrung und Trinkwasser sowie über Hautkontakt aufgenommen werden. Luft und Wasser weisen in der Regel geringe Konzentrationen auf. Über die Nahrung nehmen wir Chrom III auf, welches natürlicherweise in Gemüse, Früchten, Fleisch, Hefe und Getreide vorhanden ist.

Problematisch ist das sechswertige Chrom (hochgiftig). Wenn es zum Beispiel in Lederwaren vorkommt, kann es zu allergischen Reaktionen wie Hautausschlägen führen. Das Einatmen führt häufig zu Nasenbluten und Reizungen der Nase. Wobei das wohl eher bei der Arbeit in metallverarbeitenden Betrieben vorkommen könnte.

Chrom VI kann zu Magenverstimmungen und Geschwüren führen, Erkrankungen der Atemwege auslösen, das Immunsystem schwächen, Schäden an Leber und Nieren verursachen und sogar Lungenkrebs auslösen.