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Aluminium

Über Aluminium gibt es, wie über viele andere Dinge, kontroverse Aussagen. Da Aluminium ein oft verwendetes Metall ist, darüber hinaus nach Sauerstoff und Silizium das dritthäufigstes Element auf der Erde ist, hält man es im Allgemeinen für harmlos.

Allerdings gibt es auch Vermutungen über einen Zusammenhang zwischen der Alzheimer-Erkrankung und einer hohen Aluminiumaufnahme. Bewiesen ist diese Vermutung jedoch nicht. Zwar vermutet man einen Zusammhang zwischen diesem Metall und neurodegenerativen Erkrankungen, jedoch nicht als alleiniger Auslöser.
Die Assistenzprofessorin im Fach Krebsheilkunde (Universität Reading, London), Philippa Darbre, forscht schon seit vielen Jahren über Brustkrebs. Verwundert von der Tatsache, dass Tumoren überproportional im äußeren oberen Quadranten der Brust auftreten (nahe der Achselhöhle), suchte sie nach früheren Forschungsergebnissen - und wurde fündig: In den 1930er Jahren sah die Tumor-Verteilung noch ganz anders aus. Damals fanden sich an der Stelle nur 30% der Tumoren, heute über 60%, was den Verdacht aufkommen lässt, das moderne Kosmetika beteiligt sein könnten; genauer Deodorants und Antiperspirants. Aluminiumverbindungen in den Deos machen bis zu 20% der Inhaltsstoffe aus, dass ist keine kleine Menge.

Aluminium kann über die Nahrung (z.B. Kartoffeln, Früchte, Gemüse oder Getränke aus Alu-Dosen), das Trinkwasser, Medikamente (Antizida), die Atemwege, die Schleimhäute (viele Zahncremes enthalten Aluminium), das Impfen (Impfstoffe enthalten oft Aluminium) oder die Haut (z.B. Deodorants) aufgenommen werden. Forscher fanden heraus, dass Aluminium-Verbindungen die Bildung von sogenannten Freien Radikalen erhöhen. Außerdem ist über Aluminium bekannt, dass es die Aktivität einiger Schlüssel-Enzyme im zentralen Nervensystem verändert und es wird vermutet, dass Alumnium als typischer "Phosphat-Killer" zur Knochenerweichung beitragen kann.

Auch wenn Aluminium als Bestandteil für die Industrie sinnvoll ist, kann ein Kontakt mit diesem Leichtmetall schneller zustande kommen als wir denken: Durch Trinkwasser, Kaffeeautomaten, (als Rieselhilfe von Milchpulver), Rieselhilfe in Backpulver oder im Salz, als Bestandteil von Kaffeekapseln, über das tägliche Essen in Form von Lebensmittelzusatzstoffen (als Stabilisator von Eiklar oder kandiertem Obst oder als Trennmittel in Nahrungsergänzungsmitteln), durch Lippenstift, Kochgeschirr, Getränkedose, Alufolie (besonders bei feuchten, säurehaltigen oder sauren Speisen), durch das Färben von Lebensmitteln und Eiern – und nicht zu vergessen: als Bestandteil von Impfungen (als Wirverstärker in zwei dritteln der Impfstoffe) und Medikamenten.

Die Pharmazeuten Claudia M. Reinke und Hans Leuenberger von der Universität Basel warnen vor einer unkontrollierten, langfristigen Einnahme von Antazida (Säurehemmer gegen Sodbrennen). Reinke: "Wir nehmen im Alltag schon weit mehr Aluminium auf, als für unsere Gesundheit gut ist."

Ein Zusammenhang von Aluminium bzw. Aluminium-Verbindungen und folgenden Erkrankungen wird vermutet:
Allergien, Osteoporose, Autoimmunkrankheiten, Rheuma, Brustkrebs, Alzheimer, Demenz, Multiple Sklerose, Epilepsie und andere Krankheiten.
Im Tierversuch wird z.B. Aluminiumhydroxid routinemäßig eingesetzt um Allergien und Astma zu erzeugen, wie Professorin Erika Jensen Jarolim von der Universität Wien berichtet. Aluminiumhydroxid ist u.a. auch in sehr vielen Impfstoffen enthalten. Eine kürzlich publizierte Studie, an der auch der Aluminium-Experte Chris Exley beteiligt war, konnte aufzeigen, wie Aluminium, das aus dem Verstärkerstoff Alum stammte (ein häufig verwendeter Impfstoffverstärker) über die Einstichstelle zu Organen wie Milz und Gehirn wanderte. Noch ein Jahr später war Aluminium im Gehirn nachweisbar.
Vor Kurzem reagierte erstmals eine staatliche Behörde: Die französische Agentur für die Sicherheit von Gesundheitsprodukten (ANSM) will die maximale Aluminiumkonzentration in Antitranspirantien oder Deodorants (von heute bis zu 20 Prozent) auf 0,6 Prozent drastisch senken.

Hier ist weitere Forschung dringend erforderlich, auch wenn unsere Gesundheitswächter mal wieder keine Warnungen herausgeben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung wiegelt ab, es sei, trotz einer Vielzahl entsprechender Hinweise bisher nicht wissenschaftlich fundiert belegt, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der Alzheimer-Krankheit und der erhöhten Aluminium-Aufnahme durch Lebensmittel und Trinkwasser, Medikamente wie Magensäurebinder oder Kosmetika wie Deos. Merkwürdige Aussage, denn es gibt auch keine Studie die die Sicherheit von Aluminium belegt. Der Leser bilde sich seine eigene Meinung.



Weiterführende Informationen

Aluminium - Die geheime Gefahr - eine ZDF-Reportage

Außerdem das Buch des Wiener Enthüllungs-Autos Bernd Ehgartner:

Dirty little secret - Die Akte Aluminium