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Energie-Sparen

Die Europäische Union hat schon so einiges beschlossen, was für manche ein ausgesprochener Segen ist, leider nicht immer für die allgemeine Bevölkerung. Ein Paradebeispiel ist wohl die Energie-Sparlampe.

Warum uns eingeredet wird, das dieses "Ding" ein Vorteil sein soll, ist mir völlig schleierhaft. Ja, sie verbraucht weniger Energie, jedenfalls auf den ersten Blick. Allerdings sind die Angaben von Lebensdauer oder Vergleichswerte zu herkömmlichen Glühbirnen fraglich. Wissenschaftler testeten die Lebensdauer und stellten eindeutig kürzere Zyklen fest, als von den Herstellern angegeben. Um eine vergleichbare Ausleuchtung wie von herkömmlichen Glühbirnen zu erhalten müssen deutlich höhere Wattzahlen eingesetzt werden.

Dazu kommt, dass in den Lampen Quecksilber enthalten ist, sie eine höhere elektromagnetische Strahlung haben (bis zum 70-fachen des Grenzwertes für einen Computermonitor) und ausserdem z.T. weitere Schadstoffe ausgasen, die krebserregend, nervenschädigend oder sonst gesundheitsschädlich sind. Zerbricht eine solche Glühlampe, sollten Sie so schnell wie möglich weit weg laufen, denn das enthaltene Quecksilber verdampft sofort - atmen sie es ein, kann das zu erheblichen Schäden führen.

Ein weiteres Problem ist die Entsorgung - sie müssen (möglichst energiesparend :-O) zum Recyclinghof fahren, oder, nach deutscher Gesetzeslage, packen Sie ein Päckchen und schicken das giftige Ding zum Hersteller, denn der Händler muss es nicht zurücknehmen und in den Hausmüll dürfen Sie es auch nicht entsorgen.

Ein wenig Geschichte

Die ersten Glühlampen gaben wesentlich länger Licht - so an die 2.500 Stunden, es gibt sogar eine Glühbirne in der Feuerwache von Livermoore (Kalifornien) die bereits seit 110 Jahren funktioniert.

Im Jahre 1924 gründeten die damaligen Leuchtmittelhersteller ein Wirtschaftskartell namens Föbus, was nicht nur den Weltmarkt aufteilte, sondern auch dafür sorgte, dass Glühbirnen nur noch 1.000 Stunden hielten, erst nach 1953, nachdem General Electrics (nach einem 11-jährigen Rechtsstreit) wegen Preisabsprachen etc. verurteilt wurde, verschwand Föbus offiziell - die Lebensdauer der Glühbirne blieb.

Auch heute noch gibt es Glühbirnen, die so genannten Signallampen, wie sie z.B. in Ampeln eingesetzt werden, die eine Lebensdauer von 16.000 Stunden haben. Allerdings sind sie für uns Normalbürger nicht käuflich zu erwerben.

Alle Patente die für Leuchtmittel mit längerer Lebensdauer erteilt wurden, fanden bis heute nicht den Weg in die Produktion. Man könnte ja auf seltsame Gedanken kommen....

Wirklich ÖKO?

Energiesparlampen sind meiner Meinung nach weder öko noch von irgendeinem Nutzen für die Verbraucher. Eine rein wirtschaftlich orientierte Regelung die auf die Bevölkerung keinerlei Rücksicht nimmt. Und umweltfreundlich ist sie schon gar nicht.

Sie ist giftig (nur wenige Milligramm Quecksilber können Millionen Kubikmeter Erde oder unser Grundwasser verseuchen), sie dünsten zum Teil schädliche Substanzen aus, sie haben bei weitem nicht die Lebensdauer für die sie angepriesen werden (wie das Technik Prüfzentrum in Wilhelmshaven feststellte), sie haben ein hässliches Licht - dass für unser Wohlbefinden abträglich ist, sie sind gesundheitsschädlich.

Eine Alternative sind LED's - sie enthalten kein Quecksilber, spenden sofort Licht und haben eine 5mal höhere Lebensdauer wie Energiesparlampen, allerdings sind sie nicht preiswert. Aber auch hier: Mehrere Forscherteams haben festgestellt, dass Hochleistungs-LEDs gesundheitsschädliche Effekte auf den Menschen haben können. Besonders das menschliche Auge kann durch den hohen Blauanteil der LED's Schaden nehmen. Kinder tragen ein höheres Risiko, da ihre Augen sich noch entwickeln.

Philips arbeitet an einer neuen Technologie so genannte OLED's (organische Licht emitierende Dioden), die vielleicht bei Markt-Einführung eine Alternative sein können.

In Hamburg gibt es einen Rebellen, der Restbestände von Glühbirnen aufkauft und nach wie vor verkauft, wie das Hamburger Abendblatt berichtete.

In 3Sat lief der Film "Ausgebrannt - vom Ende der Glühbirne", auf den ich mich hier z.Teil beziehe.