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Umwelt

Pestizid Roundup - giftiger als gedacht
Ein Wirkstoff im Herbizid Roundup, das Glyphosat, verursacht, laut argentinischen Forschern, bei Tierversuchen Missbildungen bei Embryos. Die Forscher, die ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Chemikal Research in Toxicology" veröffentlichten, waren durch Missbildungen bei Neugeborenen aufmerksam geworden, die in Gegenden Argentiniens auftraten, in denen vom Flugzeug aus gesprüht wurde. Bei den Versuchen traten Missbildungen schon bei Konzentrationen von zwei Milligramm Glyphosat je Kilogramm Nahrungsmittel auf. Die EU z.B. erlaubt in Sojabohnen bis zu 20 mg/kg des Pestizids.

Mobilfunk möglicherweise krebserregend
Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) erklärte Mobilfunk für "möglicherweise krebserregend". 31 Experten aus 14 Ländern werteten die Interphone-Studie aus, die von Lyon aus koordiniert worden war. Sie hatte gezeigt, das Menschen, die seit 10 Jahren eine halbe Stunde täglich mit dem Handy telefonieren, ein 40 Prozent höheres Risiko haben, an einem Gliom, einem seltenen Hirntumor, zu erkranken. Daraufhin stuften die Forscher die Strahlung von Mobiltelefonen als möglicherweise krebserregend (B2 = Klassifizierung zwischen 1 [krebserregend] und 4 [wahrscheinlich nicht krebserregend] ein.

Mobilfunk begünstigt Tinnitus
In den letzten Jahren ist die Zahl der Menschen, die an den lästigen Ohrgeräuschen erkranken stark angestiegen. Kritische Forscher bringen schon seit längerem die elektromagnetischen Wellen des Handys damit in Zusammenhang. Nun bestätigten Forscher der Universität Wien in einer Studie diesen Zusammanhang. Es wurden die Telefongewohnheiten von 100 Tinnitus-Patienten mit der gleichen Anzahl gesunder Personen verglichen. Fast alle 200 Probanden waren zum Zeitpunkt der Studie Handy-Nutzer. Das mobile Telefonieren erhöhte das Tinnitus-Risiko um 37 Prozent gegenüber der Vergleichsgruppe. Wer länger als 10 Minuten tgl. das Handy am Ohr hatte, kam gar auf eine Risikoerhöhung von 71 Prozent. Ab vier Jahren intensiven Handy-Gebrauchs verdoppelte sich das Tinnitus-Risiko im Vergleich zu Wenig-Telefonierern.

Handys verwirren Bienen

Der Schweizer Biologe Daniel Favre stellte zwei aktive Handys mit Energieeimissionen von 2 Watt/Kilogramm Körpergewebe (was unterhalb der internationalen Maximalwerte liegt) in der Nähe eines Bienenstocks auf und zeichnete die Töne der Bienen auf. Die Analyse ergab eine Störung der Bienen; die Töne zeigen normalerweise eine Störung innerhalb des Bienenvolkes an. Die Bienen reagierten nach 25 bis 40 Minuten und änderten ihr Verhalten nach Abschaltung der Händys nach zwei bis drei Minuten. Favre sieht in der intensiven Nutzung von Mobilfunk-Telefonen einen Grund für das Schwinden der Bienenvölker, das in Nordamerika, Europa, Australien, Südbrasilien, Taiwan und Japan zu beobachten ist. Bereits frühere Versuche mit aktiven Basisstationen von DECT-Telefonen hatten gezeigt, das die Bienen mit Verwirrung reagieren und Schwierigkeiten bei der Heimfindung hatten.