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Der Mensch - ein Wasserwesen

Im Laufe eines Lebens trinkt ein Mensch etwa 35.000 Liter Wasser. Dies ist notwendig um seine biologischen Funktionen und die Organstruktur aufrecht zu erhalten. Wasser ist allgegenwärtig im Organismus. Die Verteilung ist allerdings recht unterschiedlich. Die wasserreichste Flüssigkeit ist die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit mit 99%, dann folgen die Muttermilch mit 87% ,das Blutplasma mit 83% und das Gehirn mit 75%.

Wasser ist das Transportmittel Nummer eins für alle Stoffe, die von den Zellen benötigt werden, aber auch für alle Substanzen, die als Zellabfall abtransportiert werden müssen. Sind die Transportwege nicht intakt, weil Wasser fehlt, bleibt der "Müll" eben liegen. Die Medizin nennt das Verschlackung, sie spricht beispielsweise von Harnsäurekristallen, die Gichtanfälle auslösen können. Verkalkt nennen wir Menschen, deren Gehirn teilweise zum Salzlager geworden ist. Der Mediziner hilft seinen Patienten dann mit Medikamenten, den Hinweis mehr reines Wasser zu trinken, erhält man eher selten.

Wasser oder Flüssigkeiten

Oft hören wir das der Mensch trinken muss, am besten Wasser, Mineralwasser, Tees oder Fruchtsäfte (Schorlen), aber ist das richtig?

Was die Körperchemie betrifft, sind Wasser und andere Getränke unterschiedliche Flüssigkeiten. Die so beliebten industriell hergestellten Getränke enthalten chemische Zusätze, die die Körperchemie in den Kontrollzentren des zentralen Nervensystems beeinflussen können.

Um das in Getränken enthaltene Wasser zu nutzen, muss unser Körper erst einmal das Getränk in seine Bestandteile zerlegen. Kaffee z.B. enthält Koffein, was die Nieren anregt und zu einer höheren Wasserausscheidung führt. Mineralwässer werden als besonders günstig hingestellt, wobei Mineralwässer oft Substanzen in hoher Konzentration enthalten, die der Körper nicht, oder nur unvollständig verwerten kann. Fruchtsäfte enthalten Fruchtzucker und der "programmiert" die Leber auf Fettspeicherung, was wiederum ein gutes Rezept für Übergewicht sein kann.
Zu viel Orangensaft z.B. erhöht die Histaminproduktion und steht in Verdacht bei Kindern und Erwachsenen Asthma zu begünstigen. Milch hingegen ist kein Getränk sondern ein Nahrungsmittel und kann nicht in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen werden.

Wie und was sollten Sie trinken

Es gibt viele Ratschläge, die meisten von naturkundlich orientierten Ärzten oder Heilpraktikern. Meist lautet die Empfehlung: Trinken Sie 1,5 bis 3 Liter Wasser (Flüssigkeit) täglich.
Aber es bringt Ihnen nichts, wenn Sie morgens einen Liter und abends einen Liter Wasser trinken. Das Überangebot wird vom Körper nicht verwertet, sondern gleich wieder ausgeschieden. Besser ist es, über den Tag verteilt, immer wieder Wasser zu trinken.

Das Wasser sollte möglichst „weich“ sein und möglichst mineralstoffarm. Dies widerspricht der vorherrschenden Meinung, die das genaue Gegenteil empfiehlt. Anbieter von Mineralwässern werben damit, dass ihre speziellen „Wässer“ viele verschiedene Mineralien in hohen Konzentrationen zu enthalten. Dies gipfelt in Fitnessgetränken mit hohen Anteilen an Mineralienbeimischungen. Immer mehr Therapeuten sind sich hingegen darüber einig, das zuviel des Guten eher das Gegenteil erreicht. Zumal der natürliche Verbund fehlt, den der Körper kennt und verwerten kann.

Die Zellen und der Alterungsprozess

Denken Sie daran, unser Körper besteht aus Billionen von Zellen, jedes einzelne Organ setzt sich aus Zellen zusammen. Und jede Zelle erfüllt eine festgelegte Aufgabe. Um das jedoch leisten zu können benötigt jede Zelle ausreichend „Brennstoff“, das bedeutet eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Vitalstoffen und Wasser. Wären diese Voraussetzungen erfüllt, so sind sich manche Forscher einig, könnte der Alterungsprozess erheblich verzögert werden. Es ist tatsächlich so einfach. Dr. Alexis Carrel erhielt 1912 den Nobelpreis für seine diesbezüglichen Forschungen. Ihm gelang es, in einer Versuchsreihe die Zellen von Hühnerherzen über 30 Jahre lang am Leben zu erhalten, indem er dafür sorgte, dass zwei wichtige Bedingungen erfüllt waren: die vollständige Ernährung der Zelle und der Abtransport von Abfallprodukten bzw. Giftstoffen. Dr. Carrel bewies damit, dass Alterung, Degeneration und Krankheit von Zellen und Gewebe nicht unausweichliches Schicksal, sondern durchaus von uns beeinflussbar sind

Reines Wasser für ein langes Leben

In China kennt man aus alten Texten, die Bezeichnung: "Wasser des langen Lebens". Dieses Wasser wurde mit immensem Aufwand aus Hochgebirgsregionen geholt und stand nur der Oberschicht zur Verfügung.
Auch heute noch gibt es Regionen, die offensichtlich über ein "anderes" Wasser verfügen. Dazu gehört das Tal der Hunzas in Pakistan, wo die Menschen ein Alter von bis zu 130 Jahren erreichen.

Dr. Henri Coanda forschte 60 Jahre lang, um dieses Phänomen zu ergründen. Alles was er herausfand, war, dass Wasser in den Regionen, in denen Menschen besonders alt wurden, eine andere Struktur hatte, sauberer war und kaum Mineralien enthielt. Er fand fünf Orte auf der Welt: in Georgien, Peru, Ecuador, in der Mongolei und eben das Tal der Hunzas.