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Unterschiede von Wasser

Mineral-, Quell-, Tafelwaser...

In Deutschland gibt es über 700 amtlich anerkannte natürliche Mineralwässer und über 70 Heilwässer aus deutschen Brunnen. Natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Heilwasser stammen aus unterirdischen Quellen und meist wird das Wasser hochgepumpt. Tritt es von selber an die Erdoberfläche, nennt man die Brunnen artesische Quellen.

Gefördertes Mineralwasser wird in riesigen Vorratstanks mit rund 100.000 Litern Füllvolumen aufgefangen. Danach wird es meist weiterverarbeitet, so können z.B. im Wasser gelöste Eisen- und Manganverbindungen durch den Kontakt mit Sauerstoff oxidieren und sich als braune Flocken am Flaschenboden absetzen. Ein hoher Schwefelgehalt wirkt sich negativ auf Geruch und Geschmack aus. Um das zu ändern, wird das Wasser in speziellen Anlagen versprüht und somit gefiltert. Dann wird Kohlensäure abgefiltert und wieder in der jeweils gewünschten Menge zugeführt.

Kommt das Wasser nicht aus unterirdischen Quellen, handelt es sich oft um von Menschenhand sorgfältig angereichertes Trinkwasser und nennt sich Tafelwasser. Auch hier wird aufbereitet: Zunächst werden Flockungsmittel wie Eisen- oder Aluminiumsalze hinzu gegeben um Mikroorganismen und andere Partikel ausfiltern zu können. Gegebenenfalls wird anschließend enthärtet oder entsäuert. Wenn nötig, kann das Wasser zur Desinfektion mit Chlorgas oder UV-Licht entkeimt werden.
Über Feinstfilter werden anschließend restliche unerwünschte Partikel entfernt. Das so aufbereitete Trinkwasser lagert in Stapeltanks und wird vor dem Abfüllen in die Flaschen mit einer genau dosierten Menge an gelösten Mineralien sowie der gewünschten Menge an Kohlensäure vermischt.

Quellwasser wird, wie Mineralwasser, aus natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen gewonnen und am Quellort abgefüllt. Eine ernährungsphysiologische Wirkung muss nicht nachgewiesen sein. Das Wasser muss den Kriterien des Trinkwassers entsprechen.

Tafelwasser besteht aus Trinkwasser und/oder natürlichem Mineralwasser sowie weiteren zugelassenen Zusätzen wie Mineralsalzen, Natursole, Meerwasser und Kohlensäure. Tafelwasser kann auch nur aus Trinkwasser plus Kohlendioxid bestehen und muss keine ernährungsphysiologische Wirkung haben.

Heilwasser ist ein ursprünglich reines natürliches Wasser, dass außerdem heilende, krankheitslindernde oder -verhütende Eigenschaften besitzt. Seine Wirksamkeit ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Trinkwasser - Deutschland verfügt im großen und ganzen über gutes Leitungswasser, wenn es im Wasserwerk aufbereitet wurde. Dann fließt es jedoch durch Wasserleitungen von unterschiedlicher Qualität, was die Eigenschaften des Wassers verändern kann. Das Wasserwerk ist für die Wasserqualität des öffentlichen Leitungsnetzes zuständig - bis zum Hausanschluss, dort beginnt die Verantwortlichkeit des Hauseigentümers.

Ein Wasserfilter kann die Qualität des Trinkwassers aus der Leitung verbessern. Allerdings kommt es auch bei diesem Gerät auf die Art und Weise der Filterung an. Da gibt es erhebliche Unterschiede.

Wasser - wie lagern?

Am besten in Glasflaschen, da sie keine Stoffe an das Wasser abgeben. Sonne und Wärme kann eine Qualitätsbeeinträchtigung bedeuten. Die heute so beliebten Plastikflaschen aus PET (Poly-Ethylen-Terephthalat) können Geruchsstoffe an das Wasser abgeben (Acetaldehyd). Im Wort PET steckt der Begriff "Phthalat", der Weichmacher bedeutet, die ebenfalls in das Getränk übergehen können und im Verdacht stehen, nicht gerade gesundheitsförderlich zu sein. Außerdem entsteht bei der Produktion von PVC (und damit auch von PET) giftiges Dioxin.