Wellness - Ernährung - Umwelt
Sie sind hier: Startseite » Ernährung » Nahrung ergänzen » Coenzym Q10

Coenzym Q10

Das Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz, die auch unter der Bezeichnung Ubichinon zu finden ist. Ubichinone kommen ubiquitär vor, was so viel bedeutet wie "überall".
Für den Menschen ist dieses Coenzym essentiell. Es wird zum Teil mit der Nahrung aufgenommen, zum Teil aber auch vom Organismus selbst produziert. In jeder menschlichen Zelle wird die Energie aus der Nahrung in körpereigene Energie umgewandelt, und genau dazu ist Q10 erforderlich. Die Organe mit dem höchsten Energiebedarf (Herz, Lunge und Leber) weisen den höchsten Q10-Spiegel auf.
Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt das Thema Q10 die Wissenschaft. In Japan und den USA ist Coenzym Q10 längst als lebenswichtige Substanz anerkannt. In Deutschland hingegen gibt es immer noch Diskussionen und ein wissenschaftlicher Nachweis wird immer noch bestritten.

Die Gruppe der Coenzyme Q besteht aus Q1 - Q10, dabei handelt es sich um Verbindungen aus Wasserstoff-, Kohlenstoff- und Sauerstoffatomen. Für den Menschen ist vor allen Dingen Coenzym Q10 relevant. Werden Q1 - Q9 durch die Nahrung aufgenommen, baut der Organismus es zu Q10 um. Höhere Konzentrationen von Q10 finden sich u.a. in Sardinen, Schweine- und Rindfleisch oder Olivenöl. Geringe Konzentrationen liegen auch in Geflügel, Butter, Sonnenblumenöl oder Käse vor.


Geschichte von Coenzym Q10

Entdeckt wurde das Coenzym bereits 1957 an der Universität Wisconsin/ USA von Forschern um Professor Frederick Crane. Die Forschergruppe um Prof. Karl Folkers am Institut für Biomedizinische Forschung an der Universität von Texas entschlüsselte die chemische Formel der Substanz und nannte sie Coenzym Q10. Prof. Folkers war einer der ersten, der die Existenz von Q10 in menschlichen Zellen nachwies und die enorme Bedeutung des Coenzyms Q10 für den Menschen erkannte. Dadurch wurde er zum "Vater der Q10-Forschung". Heute existieren viele wissenschaftliche Arbeiten, die die Wirkungsweise dieses hochinteressanten Stoffes belegen.

1978 bekam Mitchell den Nobelpreis für seine Erforschungen des Coenzyms.

Q10 Eigensynthese

Die Eigensynthese benötigt die Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Methionin. Daneben werden noch B-Vitamine (z.B. B12 und Folsäure) benötigt. Ergänzend nutzt der Körper auch die aus der Nahrung aufgenommenen Coenzyme, wobei die kürzerkettigen Q1-Q9 in der Leber zu Q10 umgebaut werden können.

Normalerweise versorgt sich der Körper ausreichend mit Q10. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit des Körpers zur Q10-Eigensynthese ab und es kommt zum Absinken der Q10-Konzentration, teilweise kann ein Q10-Mangel auftreten. So weist beispielsweise das Herz eines 40jährigen Menschen einen um rund 30 Prozent geringeren Coenzym-Q10-Gehalt auf als das Herz eines 20jährigen. Bei einem 80jährigen liegt die Konzentration sogar um ca. 60 Prozent niedriger.

Studien belegen, dass bereits bei einem Q10-Defizit von 25 Prozent viele Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Fällt der Gehalt um mehr als 75 Prozent, ist die Lebensfähigkeit des menschlichen Organismus gefährdet.
Aber nicht nur das zunehmende Alter, auch andere Faktoren beeinflussen den Q10-Spiegel. So kann bei körperlichen Antrengungen, bei Stress, bei erhöhtem Alkohol- oder Nikotinkonsum oder durch Krankheiten ein erhöhter Bedarf entstehen. Der Körper erhöht jedoch in solchen Situationen nicht seine Eigensynthese sondern "lagert vorhandenes Q10 um", so das es an anderen Stellen zu Mangel kommen kann. Zur Prävention sollte daher ab dem 40. Lebensjahr Q10 regelmäßig supplementiert werden.

Wozu Q10

Coenzym Q10 ist ein wichtiger Bestandteil der so genannten Atmungskette. Das heißt, ohne Q10 könnten unsere Zellkraftwerke, die Mitochondrien , keine Energie aus der Sauerstoffverbrennung herstellen. Ob Muskeltätigkeit, Nervenaktivität, Zellregenerationsprozesse oder Immunreaktionen - alles läuft nur dann optimal ab, wenn die Zellen ausreichend Coenzym Q10 zur Verfügung haben.

Durch die Sauerstoffverbrennung entstehen Freie Radikale, die ggf. im Körper Schaden anrichten können. Eines der wichtigsten Antioxidantien, die Freie Radikale neutralisieren können, ist das Coenzym Q10. Außerdem kann Q10 Vitamin E regenerieren, wobei es sich allerdings verbraucht.