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Karies und Xylit

Karies

Kennen Sie Xylit? Ein Zuckeraustauschstoff mit erstaunlichen Nebenwirkungen!
In Finnland laufen die Xylit-Forschungen seit den 1970er Jahren unter dem finnischen Xylit-Experten Prof. Kauko K.Mäkinen. Es wird dort seit über 10 Jahren in Bonbons, Kaugummis und anderen Süßigkeiten statt Zucker oder Süßstoff eingesetzt.
Die Forscher der Universität in Turku/Finnland führten in den 1970er Jahren mehrere Zuckerstudien durch. Eine Gruppe ersetzte dabei z.B. Haushaltszucker durch Fruchtzucker, eine zweite durch Xylit und die dritte aß weiterhin normal. Nach zwei Jahren untersuchte man die Zähne. Ergebnis: Die Fruchtzuckeresser hatten 30 Prozent und die Xylitesser 85 Prozent weniger Karies als die Zuckergruppe. Während es in letzterer 7,2 und in der Fruchtzuckergruppe 3,8 kariöse Zähne mehr als zuvor gab, waren in der Xylitgruppe keine kariösen Zähne neu hinzugekommen (Scheinin,A. Mäkinen, K.K., Turku sugar studies I-XXI). Bei einigen Versuchspersonen schienen sich durch Xylit sogar bereits vorhandene kariöse Zähne zu erholen (Autio, J.T. Effekt of xylitol gum on salivary streptococcus mutans in preschool children. JDent Child 69, 81-86, 2002). Ein weiterer positiver Effekt war, dass die Xylitgruppe um 50 Prozent weniger Zahnbelag hatte als die Zuckergruppe (Assev, S., Rölla, G.: Effekt of xylitol-containing chewing gum on sorbitol metabolism in dental plaque. EurJOral Sci 103,103-105, 1995).
Es gab weitere interessante Studien, die u.a. zeigten, dass neugeborene Kinder von Ihren Müttern weitgehendst vor Karies geschützt werden, wenn die Mütter täglich Xylitkaugummis kauten nach der Niederkunft.

Paradontose / Beläge / Löcher


Zahnarzt Dr. Ulrich Bruhn berichtet: "In meiner Praxis hat Xylit bei Paradontose in den fünf Jahren, seit ich meinen Patienten den Zuckeraustauschstoff empfehle, immer gewirkt. [...] Bestehende Kronen werden durch Xylit immer prima sauber sein und empfindliche Zahnhälse wurden bei meinen Patienten durch Xylitanwendungen schnell unempfindlich." (Dr. Ulrich Bruhn im Forum von www.hashimotothyreoiditis.de)

Wenn man Xylit anwendet, werden die Karies auslösenden Bakterienstämme im Mund von unschädlichen verdrängt. Die Bakterienkultur verändert sich langfristig. Da Xylit die Mineralisierung des Zahnschmelzes begünstigt, ist es sogar bei der Reparatur kleinerer Kariesstellen wirksam. Große Löcher verschwinden zwar nicht, können sich jedoch verhärten und somit unempfindlicher werden.

Mundspülungen mit Xylit

Wenn etwas Süßes verzehrt wird, stürzen sich die Kariesbakterien im Mund auf das eintreffende "Futter" und lassen es sich schmecken. Sie scheiden danach Säuren aus, was zu Karies und langfristig zu Zahnfleischerkrankungen führt. Tägliche Mundspülungen mit Xylit leisten da Abhilfe. Sie schmecken süß und hinterlassen ein angenehmes Mundgefühl. Wenn nach dem Essen mit Xylit gespült wird, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe:

1. schmeckt Xylit so süß, dass es Heißhunger auf Süßes stillen kann. Nach der Mundspülung besteht deutlich weniger Verlangen nach Süßem. Wer sich Süßes ganz abgewöhnen möchte, kann bei jeder aufkeimenden Lust einfach eine Mundspülung mit Xylit durchführen.

2. werden durch Xylit die für Zahnbelag/Karies verantwortlichen Bakterien eliminiert. Diese sterben den Hungertod, weil sie das Xylit nicht verstoffwechseln können (Autio, J.T. Effekt of xylitol gum on salivary streptococcus mutans in preschool children. JDent Child 69, 81-86, 2002). Natürlich sterben dabei nie alle Kariesbakterien und die verbleibenden vermehren sich mit der nächsten Zuckermahlzeit wieder - es sei denn, man nimmt Xylit regelmäßig.

Dr. Bruhn empfiehlt Xylit für Mundspülungen. Als er Xylit erstmals testete, nahm er davon einen Teelöffel in den Mund . Nach zwei Minuten spuckte er es aus. Seine Zähne fühlten sich ungewöhnlich glatt an, ähnlich wie nach einer professionellen Zahnreinigung. Er wiederholte diesen Vorgang mehrmals täglich über Monate (nach dem Essen und vor dem Schlafengehen) und bat dann Menschen in seinem privaten Umfeld, Xylit ebenfalls zu testen. Überall dieselben Ergebnisse: Karies war fast völlig verschwunden, Zähneputzen wurde weniger wichtig, entstehende Zahnbeläge waren leicht zu entfernen, Zahnfleischentzündungen gingen bei gleicher Hygiene zurück, Zahnsteinbildung verringerte sich.
Dr. Bruhn empfiehlt daher, 3 x täglich nach den Mahlzeiten oder zwischendurch einen halben Teelöffel Xylitpulver in den Mund zu nehmen und es zwei bis fünf Minuten lang im Mund zu bewegen (dann ausspucken und 20 Minuten danach nichts essen oder trinken).

Eine fazinierende Möglichkeit zur Zahn- und Mundpflege!

Nachdem mein Zahnarzt die letzte Zahnreinigung durchführte, wollte er meine Zähne mit einem Fluorid-haltigen Lack behandeln, meine Reaktion darauf: Ich habe jetzt einen ganzheitlich arbeitenden Zahnarzt. Und seit 4 Wochen nutze ich übrigens (nach einer Gewöhnungsphase) Xylit auch als Zuckerersatz!

Und übrigens: Xylit wird aus Birkenrinde hergestellt, von Produkten aus Mais würde ich abraten, da sie evtl. aus Gen-veränderten Pflanzen hergestellt werden.