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Zink - zur Prävention

Die Bedeutung von Zink bei Hauterkrankungen und Infekten ist allgemein bekannt, aber dies Spurenelement hat noch viele weitere positive Effekte.
Neben Eisen ist Zink das am häufigsten vorkommende Spurenelement im Körper (ca. 2 bis 3 g). Mehr als 300 Enzymsysteme benötigen Zink als so genanntes Coenzym. Selbst Immunsystem und Energiestoffwechsel benötigen das Metall. Außerdem gehört Zink neben Selen zu den wichtigsten "Radikalenfängern" unter den Spurenelementen.
Die tägliche Zufuhr sollte etwa 7 - 10 mg betragen, die mit einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung erreicht werden können.

  Zinkgehalt von Nahrungsmitteln
(ca. in mg pro 100 g)
Fisch 250,00
Austern 85,00
Sesam 8,00
Leber und Rindfleisch 6,00
Hartkäse 4,50
Fleisch 3,00
Nüsse 2,50
Vollkornbrot 2,00
Eier 1,50

Zink im Körper

  • zahlreiche Enzymsysteme benötigen Zink als Cofaktor
  • Unterstützung der Zellteilung
  • Zink ist beteiligt an der Eiweißproduktion in den Körperzellen
  • wichtig für Erbsubstnz und Kontrolle der GEN-Funktion
  • Bekämpfung freier Radikaler
  • Beteiligung an der Immunabwehr, u.a. durch Anregung der körpereigenen Fresszellen
  • wichtig für die Zuckerverwertung
  • unterstützt die Entgiftungsfunktionen des Körpers
  • wichtig für die Bereitstellung der Nervenbotenstoffe

Pflanzliche Nahrung und Zink

Zink aus Pflanzen ist nicht so gut verwertbar, wie Zink aus tierischen Produkten. Das liegt an Hemmstoffen, die in Pflanzen enthalten sind, wie z.B. die Phytinsäure, die die Aufnahme dieses Spurenelementes im Darm behindern kann.
Durch eine Verringerung des Fleischkonsums kann ein Zinkmangel auftreten, wenn nicht gleichzeitig auf eine ausreichende Versorgung durch zinkreiche Pflanzenkost gesorgt wird. In den Jahren von 1988 bis 2001 ist der durchschnittliche Fleischkonsum um rund 10 kg auf knappe 60 kg jährlich gesunken. Damit hat sich die Zinkzufuhr um täglich fast 1,2 Milligramm reduziert.
Veganer und Vegetarier sollten unbedingt auf eine ausreichende Zinkzufuhr achten - eine tägliche Aufnahme von 15 mg sollte gewährleistet sein.

Mögliche Anzeichen eines Zinkmangels

Wie bei vielen anderen Mangelzuständen sind die Symptome eines Zinkmangels eher unspezifisch. Manchmal kommt es zu Wundheilungsstörungen, Haarausfall, brüchigen Fingernägeln, gehäuft auftretenden Infektionskrankheiten (insbesondere grippale Infekte) oder zerebraler Dysfunktion (Konzentrationsstörungen , ADS bei Kindern) oder Potenzstörungen.
Aber auch Antriebsschwäche und geringe Stressresistenz, Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns, Allergieneigung, Hautentzündungen oder Sehschwäche im Dunkeln bzw. in der Dämmerung können Anzeichen eines Zinkmangels sein.
Weiterhin kann die Insulinbildung sowie die Blutzuckerregulation bei Zinkmangel gestört sein.

Vitalstoff Zink

Auch als älterer Mensch können Sie von einem Zinkmangel bedroht sein, da die Aufnahme des Spurenelementes im Darm manchmal nicht mehr so gut funktioniert. Auch beim Gebrauch von Medikamenten sollten Sie Ihren Zinkstatus überprüfen lassen. Manche Medikamente hemmen die Zinkaufnahme, andere fördern die Ausscheidung von Zink, so z.B. Kortison, Diuretika (harntreibende Mittel), Abführmittel, Säureblocker, Eisenpräparate und ACE-Hemmer (bei Bluthochdruck).

Wie eine belgische Studie an geriatrischen Patienten belegte, weisen Senioren häufig ein Zinkdefizit auf (Zinkwerte unter 10,7 Mikromol pro Liter Blutplasma). Der Normalwert liegt zwischen 11 und 23 Mikromol pro Liter. Bei Zinkdefizit traten in der Studie Atemwegsinfekte, Herzversagen, Stauungsinsuffizienz, gastrointestinale Krankheiten und Depressionen signifikant häufiger auf, als bei Patienten mit ausgeglichenem Zinkstatus.

Sehr wichtig ist eine Beobachtung des Zinkstatus bei Diabetikern. Zum einen steigt durch die hohen Blutzuckerwerte die Zinkausscheidung über die Nieren um das Dreifache an, zum anderen haben Diabetiker einen erhöhten Zinkbedarf. Eine Studie in Bagdad/Irak aus dem Jahr 2006 zeigte nach einigen Monaten eine Verbesserung der Blutzuckerwerte bei Gabe von 30 mg Zink täglich.

Zinkbedarf kann evtl. erhöht sein bei:

Krankheit Tagesdosierung* Wirkung
Allergien 15 - 20 mg Hemmung der Histaminausschüttung
Diabetes 15 - 25 mg Steigerung der Insulinwirkung
Erkältungen bis zu 60 mg in kleinen Portionen Hemmung der Virusvermehrung
Haarausfall 15 - 25 mg besseres Haarwachstum
Hauterkrankungen
(z.B. Akne, Schuppenflechte)
20 - 60 mg schnellere Zellregeneration
Makula-Degeneration
Grauer Star
25 - 80 mg Abfangen freier Radikaler
Wundheilungsstörungen 25 - 50 mg schnellere Zellregeneration

* Diese Dosierungen eignen sich teilweise nicht zur Selbstmedikamentation. Sprechen Sie sich stets mit Ihrem Arzt oder Therapeuten ab.

Zink supplementieren...

Bei Vorliegen einer unzureichenden Zinkzufuhr sollten Betroffene die Ernährung umstellen, oder 15 bis 30 mg Zink täglich in Form von Kapseln einnehmen. Studien zeigen, dass organische Zinkverbindungen wie Zinkhistidin für den Körper deutlich besser verfügbar sind als anorganische Zinkverbindungen wie Zinkoxid oder Zinksulfat.