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Mineralstoffe

Neben den Vitaminen gibt es weitere Stoffe, die für unseren Organismus essentiell sind. Dazu gehören die Mineralstoffe als nicht-organische Nährstoffe, die der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann.
Einige Mineralstoffe sind in ihrer elementaren Form toxisch (z.B. Chlor), als Verbindung jedoch essentiell – Chlorid, z.B. im Natriumchlorid (Kochsalz).

Man unterscheidet zwischen Bau- und Reglerstoffen. Kalzium, Phosphor und Magnesium gehören zu den Baustoffen, Natrium, Kalium und Chlorid hingegen zu den Reglerstoffen, wobei es auch Stoffe gibt, die beide Aufgaben erfüllen können.

Mineralstoffe heißen auch Mengenelemente, da sie in einer relativ hohen Konzentration im Körper vorkommen.

Zu den Mineralstoffen gehören:

Chlorid

Ohne Chlor keine Magensäure. Der Mineralstoff ist wichtig für die Verteilung von Flüssigkeiten und reguliert im Körper zusammen mit Natrium den osmotischen Druck. Als Chlorid bildet es zusammen mit Wasserstoff in den Belegzellen der Magenwand Salzsäure, die für die Verdauung unerlässlich ist. Zuwenig Chlorid führt zu Salzsäuremangel im Magen, Verdauungsbeschwerden und Störungen im Wasserhaushalt.

In seiner reinen Form ist Chlor giftig. Ein Überschuss kann zu einer vermehrten Salzsäureproduktion führen und auch den Blutdruck negativ beeinflussen.

Kalium

Das Mengenelement Kalium reguliert zusammen mit Natrium den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und ist notwendig für den Herz-Rhythmus. Es reguliert den osmotischen Druck innerhalb der Zellen und somit auch den Blutdruck.
Wer viel schwitzt, verliert auch Kalium. Da in Äpfeln sehr viel Kalium enthalten ist, lässt sich dem Kaliummangel sehr gut durch einen viertel bis halben Liter Apfelschorle vorbeugen. Blutdrucksenkende Medikamente, Cortison, Abführmittel, "Schlankheits-Pillen" und Entwässerungsmittel sowie starkes Schwitzen können zu einem Kalium-Mangel führen, ebenso eine übermäßige Zufuhr von Kohlenhydraten in der Nahrung.
Kaliumreich sind z.B. Petersilie, Sonnenblumenkerne, Avocados und Spinat.

Kalzium

Von Kalzium hat jeder schon gehört, es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Knochen. Aber Kalzium hat im Organismus noch viele andere Aufgaben. So ist es wichtig für:

eine gesunde Haut, Schleimhäute und Zähne und Zahnfleisch
die Stärkung der Nervenfunktionen
die Funktion der Muskeln
das Herz und das Gehirn

Kalzium ist Aktivator vieler Enzyme. Für die Aufnahme im Darm ist Vitamin D notwendig. Zusammen mit vielen anderen Bausteinen sorgt Kalzium für die Entgiftung von Schwermetallen (Blei und Cadmium) und Smog. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine relativ große Anzahl von Menschen , besonders Frauen, durch die normale Ernährung nicht genügend Kalzium aufnehmen. Sinkt aber der Kalziumgehalt im Blut, "leiht" sich der Körper den Stoff aus den Knochen.

Magnesium

Ein Mineralstoff, der eine wichtige Rolle bei der Energieproduktion innehat, für Muskel- und Nervenfunktion. Es ist Bestandteil von mehr als 300 Enzymen und wichtig für die Herzfunktion. Magnesium kann das Zusammenballen der Blutplättchen (Thrombozyten) verhindern und ist für die Herzfunktion sehr wichtig.
Magnesium ist in fast allen Nahrungsmitteln und auch im Trinkwasser in unterschiedlichen Mengen enthalten. Um sich ausreichend zu versorgen, sollte die Ernährung Vollkornbrot, Nüsse und Kerne, Fisch, Geflügel und grünes Gemüse enthalten. Wer sich unausgewogen ernährt, Leistungssport betreibt, dauerhaft Medikamente einnimmt oder schwanger ist, sollte auf den Magnesiumspiegel achten.

Natrium

Die Dosis macht's. Natrium ist wichtig für die Funktionen der Zellmembranen aller Zellen. Starke Wechselwirkungen bestehen mit Kalium, Magnesium, Kalzium und Lithium. Der Kalium-Natrium-Quotient gibt Aussagen über die Nierenfunktion und die Funktion der Kalium-Natrium-Pumpe (zur Informationsleitung in den Nerven und Muskeln). Der Natriumgehalt wird streng kontrolliert, schwankt kaum und ist eng verbunden mit der Regulation des Wasserhaushalts.
Kochsalz besteht aus Natrium und Chlor. In Westeuropa ist Natrium in der Nahrung meist im Überfluss vorhanden.

Phosphor

Phosphor ist notwenig für den Aufbau der Zellmembrane, den Energiestoffwechsel, den Aufbau von Nukleinsäuren und zusammen mit Kalzium für Knochen, Zähne, Knorpel und Sehnen. Die Aufnahme wird durch Vitamin D begünstigt. Phosphorverbindungen sind Bestandteil der DNA- und RNA-Moleküle, der Trägersubstanz der Erbinformationen aller Lebewesen.
Viel zuviel Phosphor ist in den meisten Limonaden und Cola-Getränken, zum Teil auch in Fertiggerichten und in Schmelzkäse enthalten. Es besteht der Verdacht, das hohe Phospor-Aufnahmen bei Kindern zu Hyperaktivität führt.
Phosphor ist in Milchprodukten, Fleisch, Fisch und Brot reichhaltig vorhanden.

Schwedel

Schwefel ist seit der Antike für Heilbäder bekannt. Als Glaubersalz wirkt es abführend.
Schwefel ist in den Aminosäuren Cystein und Methionin − und in allen darauf aufbauenden Polypeptiden, Proteinen und Enzymen − enthalten. Äußerlich kamen Schwefelrezepturen bei Hauterkrankungen wie Akne, Ekzemen, Krätze, Mykosen u. a. zum Einsatz. Heute findet Schwefel in der Dermatologie nur noch selten Verwendung. Es ist wichtig für den gesamten Aminosäuren-Eiweiß-Stoffwechsel, zur Bildung von Haut, Haaren und Nägeln. Es hilft der Leber bei der Entgiftungsfunktion.
In der klassischen Homöopathie ist Sulfur eines der so genannten großen Mittel.