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Carotinoide

Carotinoide

Als Carotinoide bezeichnet man eine große Gruppe von natürlichen Farbstoffen, die eine gelbe bis rötliche Färbung verursachen. Sie sorgen unter anderem für einen natürlichen Sonnenschutz der Pflanzen. Es sind mittlerweile rund 800 verschiedene Carotinoide identifiziert, von denen wir rund 30 über die Nahrung aufnehmen.

Die bekanntesten Carotinoide sind:

Beta Carotin

Der orangene Farbstoff der Möhren, das als Provitamin-A im Körper bei Bedarf in Vitamin A umgebaut werden kann. Überschüsse werden ausgeschieden. Es ist als Fänger von Freien Radikalen bekannt. Unser Körper kann Beta-Carotin am besten aus leicht gedünsteten Möhren aufnehmen, da die wertvollen Antioxidantien dabei aus ihrem festen Verbund gelöst werden und so dem Organismus besser zur Verfügung stehen.

Beta-Carotin steht seit einer Studie unter Verdacht, insbesondere bei Rauchern in hohen Dosen krebserregend zu sein. Da bei den Studien ein isoliertes, im Labor hergestelltes Beta-Carotin verwendet wurde, wie es in der Natur nicht vorkommt, sind die Ergebnisse ausschließlich für künstliche Vitaminpräparate aussagekräftig.
Beta-Karotin entfaltet seine antioxidativen und immunstärkenden Eigenschaften erst, wenn es mit den anderen Antioxidantien (vor allem Vitamin C, E und Selen) zusammen im Organismus anwesend ist. Und es entfaltet seine Fähigkeiten am besten, wenn es dem Körper in seinem natürlichen Zusammenhang, also zusammen mit anderen Carotinoiden, vor allem Alpha-Karotin, Lutein, Lycopin und Zeaxanthin, zugeführt wird. Wo dieser Grundsatz beachtet wurde, zeigten sich positive Ergebnisse.

Lutein / Zeaxanthin

Lutein ist ein in der Natur weit verbreiteter Pflanzenstoff und wird stets von Zeaxanthin begleitet. Hohe Gehalte werden in dunklen Blattgemüsen (z. B. Grünkohl und Spinat) gefunden. Im menschlichen Organismus werden beide Stoffe vornehmlich in der Makula gefunden, das ist der "gelbe Fleck" im Augenhintergrund, verantwortlich für scharfes Sehen.

Lycopin

Das Farbpigment findet sich u.a. in reifen Tomaten, aber auch in verarbeiteten Tomaten (z.B. in Tomatenmark). Es findet sich auch in Hagebutten und Grapefruits. Persone, die regelmäßig Alkohol konsumieren, Raucher und Menschen mit Lebererkrankungen haben oft erniedrigte Lycopinspiegel im Blut.
Die bisherigen Untersuchungsergebnisse scheinen darauf hinzuweisen, dass Lycopin einen positiven Einfluss auf Erkrankungen der Prostata hat. Da mit zunehmendem Alter der Lycopinspiegel im Blut sinkt, sollten sich gerade Männer in der zweiten Lebenshälfte lycopinreich ernähren.