Wellness - Ernährung - Umwelt
Sie sind hier: Startseite » Ernährung » Mikronährstoffe » Antioxidantien

Freie Radikale

Biomolekül und Freies Radikal

Ein Radikal hat zwei Möglichkeiten: 1. Angriff auf Zellstrukturen um ein Elektron zu rauben 2. Reaktion mit einem Antioxidans, das ein Elektron frewillig abgibt

Freie Radikale

In den letzten Jahren sind Freie Radikale immer mehr in den Fokus des Wissenschaft geraten. Aber was sind das eigentlich? Freie Radikale sind äußerst instabile und aggressive, reaktionsfreudige Teilchen, die unser Stoffwechsel immer wieder neu produziert (bei der unvollständigen Reduktion von Sauerstoff zu Wasser). Sie erfüllen grundsätzlich wichtige Aufgaben, u.a. im Immunsystem. Aber auch hier gilt: Die Menge macht's.
Nehmen Freie Radikale Überhand, können sie regelrecht zerstörerisch wirken. Die Wissenschaft bringt heute viele Krankheiten mit einem Überschuss an Freien Radikalen in Verbindung.

Einerseits entstehen Freie Radikale durch die normalen Soffwechselvorgänge wie Atmung, aber auch durch UV-Strahlung, psychische Belastungen, Umwelteinflüsse, Rauchen, unausgewogene Ernährung, Alkoholkonsum oder Medikamenten-Einnahme.

Um ein Überhandnehmen dieser Moleküle zu verhindern, hat unser Organismus verschiedene Schutzmechanismen entwickelt. Antioxidantien können mit freien Radikalen reagieren und sie somit unschädlich machen.

Gegenteilige Untersuchungen

In Forschung und Wissenschaft ist selten ein Ergebnis endgültig. Neuere Forschungen der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam kamen zu ganz anderen Ergebnissen in Sachen Freie Radikale.
Bei Experimenten mit Fadenwürmern (Caenorhabditis elegans) hat sich gezeigt, dass das Vorkommen der freien Radikale die Lebenserwartung deutlich verlängere. Die Würmer wurden auf Nährlösungen mit und ohne Antioxidationsmittel, die der Entstehung von freien Radikalen entgegenwirken, gehalten. Dabei hat sich gezeigt, dass bei den Proben mit den Radikalfängern die Lebensspanne der Tiere verkürzt wurde. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Cell Metabolism" veröffentlicht.

Abzuwarten bleibe, ob sich die Ergebnisse direkt auf den Menschen übertragen lassen! Dazu seien weitere Untersuchungen geplant, kündigte der Ernährungswissenschaftler Michael Ristow an.