Wellness - Ernährung - Umwelt
Sie sind hier: Startseite » Ernährung

Was ist Ernährung?

Im Laufe des letzten Jahrhunderts haben sich unsere Ernährungsgewohnheiten verändert. Galt in der Frühzeit "vom Strauch oder Feld in den Mund", heißt es heute eher "Auspacken und ab in die Mikrowelle".

Von Seiten der Wissenschaft gibt es unterschiedliche Meinungen über die Wertigkeit unserer Ernährung. Über eines sind sich allerdings fast alle einig, wir essen zu viel, zu süß, zu fettig. Im Gegenzug ist die Aufnahme von z.B. Ballaststoffen gesunken.
Ernsthaft Gedanken über die eigene Ernährung machen sich die meisten Menschen erst, wenn irgendetwas "aus dem Ruder läuft".

Wunderwerk Mensch

Können wir heute durch die normale Ernährung unseren individuellen Nährstoffbedarf decken?

Unser Organismus ist ein fein aufeinander abgestimmtes Wunderwerk der Natur. In den meisten Fällen haben wir eine Art Bonus, der es erlaubt in einer Umwelt zu leben, die uns manchmal sogar schaden kann; oder Dinge zu essen, mit denen unser Organismus nicht unbedingt etwas anfangen kann und - trotzdem erwachsen zu werden.

Manche Dinge lernen wir eher spielerisch, so z.B. den Bau eines Turms aus Bauklötzen. Wir lernen, dass wir bestimmte Bausubstanzen, eben die richtigen Bauklötze haben müssen. Nehmen wir falsche Bausubstanzen z.B. Matsch, dann wird es wohl kein Turm, sondern eher ein Haufen.

Unsere Ernährungsgewohnheiten lernen wir von den Menschen die uns umgeben, indem wir zuschauen und probieren. Manchmal lernen wir aber auch falsche Dinge. Das liegt nicht an den Eltern, die wollen wohl immer das beste für ihr Kind, aber manchmal sind auch die Eltern einfach nicht richtig informiert.

Essen und Trinken

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist der Wächter über unsere Nahrung und Nahrungsgewohnheiten. Sie gibt Empfehlungen, wieviel wovon wir essen und trinken sollten, um unsere Leistungsfähigkeit zu erhalten. So auch die Empfehlungen für Vitamine, Mineralstoffe usw. Allerdings behaupten viele kritische Menschen, dass diese Empfehlungen sich eher an der Vermeidung von Mangelkrankheiten orientiert, als an einer guten, ausreichenden Versorgung.

Ernährung aktuell

Heute hat sich unser Speiseplan gegenüber noch vor hundert Jahren erheblich verändert. Fleisch ist das Hauptlebensmittel geworden, alles andere ist eher zur "Beilage" degradiert. Fast-Food ist für viele Menschen das häufigste Essen. Im Supermarkt sind fast alle Nahrungsmittel ganzjährig zu bekommen, wobei Obst und Gemüse manchmal aus weit entfernten Ländern transportiert wird. Daraus resultiert eine Ernte, die schon in unreifem Zustand erfolgt und eine "Konservierung", damit das Nahrungsmittel den Transport auch übersteht.
Mal ganz abgesehen von der so genannten Klima-Bilanz, fragt man sich, ob so ein Nahrungsmittel wirklich alle Vitalstoffe enthält.

Das Beispiel Äpfel:
Sie kommen ausserhalb der Erntezeit mit dem Schiff, der Bahn und manchmal sogar mit dem Flugzeug hierher

  • nur unreife Äpfel werden geerntet
  • sie werden in Antioxidationsflüssigkeiten getaucht
  • es wird gegen Pilzkrankheiten gespritzt, oder in ein Fungizidbad getaucht (im Ausland ist z.T. auch Bestrahlung erlaubt)
  • sie erhalten eine Wachsschicht
  • sie werden sauerstoffarm (nur 5% Sauerstoff) gelagert

Dank der einheitlichen EU-Regelungen kann es durchaus vorkommen, das Obst oder Gemüse mit Pestiziden o.ä. belastet ist, die in Deutschland lange verboten waren, da man sich über die gesundheitliche Relevanz nicht im Klaren war.

Food Design ist schon längst Alltag. Tim Lang, Ernährungsexperte an der Thames Valley University (Großbritannien) formulierte es so: "Die Züchter haben Produkte entwickelt, die einheitlich schön aussehen, aber an die Mineralien und Vitamine haben sie nicht gedacht." Eine Aussage, die die heutige Situation auf den Punkt bringt.