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Gesunde Ernährung?

Immer wieder wird von offizieller Seite behauptet, mit einer ausgewogenen Ernährung erhalten wir alle Vitalstoffe in ausreichender Menge. Wenn Sie diese Seiten gelesen haben, geht es Ihnen vielleicht wie uns: Wir glauben nicht an diese Aussage.
Selbst dann, wenn es uns gelingen würde, den Speiseplan ausgewogen und nur mit biologisch erzeugten Lebensmitteln zu gestalten, würden wir nicht alle Vitalstoffe in optimaler Menge bekommen.
Die o.g. Aussage bezieht sich auf die Mengen Vitalstoffe, die die DGE für ausreichend hält. Allerdings sind wir der Ansicht, dass diese Mengen zwar davor schützen krank zu werden, allerdings bei weitem nicht die optimale Versorgung bedeuten.
Der Nobelpreisträger Linus Pauling beeinflusste massgeblich die orthomolekulare Medizin ( von griech. orthós = richtig, molekular = Baustein).
Aus Sichtweise dieser, heute als Alternativmedizin angesehenen Methode, führen Krankheiten immer zu einem biochemischen Ungleichgewicht im Körper, das durch ausgewogene, gesunde Ernährung unter Hinzunahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden könne. Vitalstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essentielle Fettsäuren, Aminosäuren und weitere Stoffe werden, als für den Körper verträglicher, risikoloser und heilsamer angesehen, als körperfremde Stoffe wie Pflanzenextrakte, Heilkräuter oder synthetische Medikamente. Wir können uns aus eigener Erfahrung dieser Sichtweise voll anschließen.

Essen und Trinken

Ernährungswissen wird heute an den Universitäten gelehrt, unserer Meinung nach sollte dieses Wissen aber schon in der Schule als Hauptfach gelehrt werden. Langsam kommt auch ein Umdenkungsprozess in Gang - aber erst, seitdem sich nicht mehr bestreiten lässt, dass viele Erkrankungen mit der Ernährungsweise in Zusammenhang stehen.
Mal ganz ehrlich, weiß jeder von uns, was er täglich zu sich nehmen muss um seinen Stoffwechsel ausreichend zu versorgen?
Anscheinend ist es heute wichtiger Kalorien zu zählen, als auf die richtige Ernährung zu achten. Von offizieller Seite gibt es dann Kampagnen wie z.B. "Fünf am Tag" - wobei die Aufnahme von mindestens fünf Portionen Obst (zwei Portionen) oder Gemüse (drei Portionen) gemeint ist (insgesamt rund 600 g). Gut gemeint, aber nicht weitreichend und informativ genug. Was bringen uns denn beispielsweise diese Ratschläge, wenn sie nicht verbunden sind mit einer umfassenden Aufklärung über die Nährstoffdichte von Obst und Gemüse, dass unreif geerntet und aus fernen Ländern zu uns transportiert wird?

Die Empfehlung fünf mal am Tag zu essen wird ebenfalls kontrovers diskutiert. Es gibt Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass ein ständig hoher Insulinspiegel im Blut den Stoffwechsel stören kann und somit zu Übergewicht beiträgt. Insulin wird zum Abbau von Zucker (oder Stärke) benötigt. Solange der Insulinspiegel jedoch hoch ist, so lange findet keine Fettverbrennung statt. Der Insulinspiegel steigt nach dem Essen an, und sinkt dann langsam wieder ab; isst man wieder, bevor der Spiegel weit genug abgesunken ist, hat der Körper gar keine Chance zur Fettverbrennung. Daher empfehlen diese Untersuchungen drei tägliche Mahlzeiten.

Was, wieviel, wovon...

Unsere Nahrung setzt sich aus energieliefernden Nährstoffen (Eiweiß, Fett, Kohlehydrate) und Vitalstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Phytamine) zusammen. Doch kein einziges Lebensmittel enthält alle notwendigen Nähr- und Vitalstoffe, hier kommt es auf die Mischung an. Zur Zeit geht man von folgenden Aufnahmemengen aus:

55-60% Kohlenhydrate
25 - 30% Fett
10-15% Eiweiß

Kohlenhydrate sind in erster Linie Energielieferanten und hauptsächlich in Obst, Gemüse, Getreide und daraus hergestellten Produkten enthalten. Sie werden nur von Pflanzen gebildet und setzen sich aus verschiedenen Zuckerbausteinen zusammen. Sie werden in drei Gruppen unterteilt:

Einfachzucker: Traubenzucker (Glukose) und Frucktzucker (Fruktose) in Früchten und Honig
Zweifachzucker: Haushaltszucker (Saccharose) aus Rüben oder Zuckerrohr, Milchzucker (Laktose) in der Milch
Mehrfachzucker: Stärke (Polysaccharide) in Kartoffeln, Mais oder Reis

Daneben zählen auch die so genannten Ballaststoffe zu den Kohlehydraten. Sie gelten allerdings weitgehend als unverdaulich und tragen daher nicht zur Energiegewinnung bei. Dafür werden Sie für die Verdauung benötigt und zeigen zahlreiche positive Effekte für die Gesundheit. Die DGE empfiehlt 30 g pro Tag.

Fett und Fettsäuren sind neben ihrer Funktion als Energielieferant auch Träger für sekundäre Pflanzenstoffe. Außerdem sind sie wichtig für die Gruppe der fettlöslichen Vitamine. Die Qualität der Fette wird durch ihre chemische Zusammensetzung bestimmt. Man unterscheidet drei Gruppen von Fettsäuren:

- gesättigte Fettsäuren
- einfach ungesättigte Fettsäuren
- mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren befinden sich im Überfluss in unserer Ernährung. Nur rund 10% der aufgenommenen Fettmenge sollte aus diesen Fettsäuren bestehen. Sie finden sich hauptsächlich in tierischen Produkten, wie z.B. Fleisch- und Wurstwaren und Butter. Aber auch Kokosfett enthält gesättigte Fettsäuren.

Einfach ungesättigte Fettsäuren stammen vorwiegend von Pflanzen und sind z.B. in Oliven- oder Rapsöl enthalten.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, sie sind teils pflanzlicher Herkunft und werden in Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren eingeteilt. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren finden sich vorrangig in fettem Seefisch.

Ernährungstipps

  • Greifen Sie täglich zu Obst und Gemüse, verzehren Sie einen möglichst hohen Anteil roh.
  • Wenn irgend möglich kaufen Sie Bio-Produkte in der jeweiligen Saison aus heimischem Anbau.
  • Versuchen Sie auch mal "alte Sorten", die haben oft viel mehr bioaktive Stoffe als die neu gezüchteten Sorten.
  • Achten Sie bei der Auswahl des Brotes auf Vollkornprodukte.
  • Nutzen Sie zur Verfeinerung von Brotaufstrichen frische Kräuter, Sprossen oder Samen.
  • Verwenden Sie frisches Obst und Gemüse möglichst am gleichen Tag, Vitalstoffe können durch Licht, Luft und Wasser beeinträchtigt werden.
  • Achten Sie bei der Zubereitung auf wertschonende Methoden, d.h. möglichst niedrige Temperaturen und wenig Wasser zum Kochen verwenden, Gemüse kann hervorragend im Dampfgarer zubereitet werden.
  • Verwenden Sie zum Braten und Kochen keine nativen Öle, bei der Erhitzung dieser wertvollen Öle können schädliche Substanzen entstehen.
  • Vermeiden Sie Fertigprodukte, sie enthalten meist viele Zusatzstoffe.
  • Vermeiden Sie Industriezucker - Sie werden nach einiger Zeit feststellen, wie gut Lebensmittel schmecken, wenn kein Zucker zugefügt wird.
  • Nehmen Sie sich Zeit für das Essen und kauen Sie gründlich (als Richtwert: Jeder Bissen 20 mal).
  • Erhöhen Sie den Anteil von pflanzlicher Kost, Fleisch oder Fisch gehört maximal zwei bis dreimal die Woche auf den Tisch. Wenn Sie Fleisch jedoch nicht missen möchten, so fragen Sie doch einmal nach, wie die Tiere aufgezogen wurden. Denn auch ein Tier besteht aus dem was es isst.
  • Wenn Sie Fleisch oder Wurst kaufen, erkundigen Sie sich doch mal, wie das Produkt hergestellt, und was darin enthalten ist. Sie werden feststellen, das manchmal der "Rauch aus der Spritze kommt" oder Stoffe zugesetzt sind, die Sie in diesem Lebensmittel nicht vermuten - z.B. Zucker im Schinken.
  • Denken Sie an Ihre Flüssigkeitszufuhr, am besten ist reines Wasser (Trinkwasser, wenn die Wasserqualität hoch oder gefiltert ist). Die Menge variiert zwischen 1,5 und 3 Liter täglich. Welche Menge für Sie optimal ist, stellen Sie an der Farbe des Urins fest, ist er klar, ist Ihre Trinkmenge in Ordnung.